Abfallvermeidung

schont die Umwelt

Abfallvermeidung


Fast eine halbe Tonne Haushaltsmüll pro Person in Deutschland. Papier, Glas, Plastik, Lebensmittel: Davon fallen im Haushalt täglich Abfälle an. Seit mehreren Jahren stagniert die Abfallmenge aus deutschen Haushalten.

Weniger Abfälle sind aber möglich. Zum Beispiel, indem Produkte länger genutzt werden oder weiterverwendet werden. Eine der bekanntesten Lösungen sind Mehrwegverpackungen. Sie sparen Energie und Ressourcen. Mehrwegflaschen können bis zu 50 mal neu befüllt werden. Zu erkennen sind sie an der Kennzeichnung „Mehrweg“.

Andere Mehrwegklassiker sind die Tragetasche aus Stoff oder der Einkaufskorb. Sie können viele Plastiktüten ersetzen, welche europaweit zunehmend ein Umweltproblem darstellen. In der Regel werden Plastiktüten nur kurze Zeit benutzt. An vielen Stränden und in Meeren gehören sie zu den häufigsten Abfallfunden. Gelangen sie ins Meer, können sie Seevögel und Fische schädigen.

Nützliche Helfer beim Vermeiden von Abfällen sind Tausch- oder Recyclingbörsen. Hier können gebrauchte Möbel Fahrräder oder anderer Hausrat an andere Menschen weitergegeben werden.


Tipps zur Abfallvermeidung

Mieten statt Kaufen
Was selten gebraucht wird, lässt sich häufig viel günstiger mieten. Die Begriffe „Leasing“ und „Sharing“ kennen Sie sicher. Der Service, den viele Unternehmen und auch Vereine anbieten, reicht vom Mieten eines Werkzeuges bis zum Teilen eines Fahrzeuges.

Gebrauchtes statt Neues
Wenn aufgrund häufigerer Nutzung ein Kauf die wirtschaftlichere Lösung ist, reicht vielleicht auch ein gebrauchtes Produkt.

Bewusst entscheiden

  • Wird das Produkt wirklich benötigt?
  • Beim Kauf auf Qualität und Langlebigkeit achten.
  • Kann das Produkt repariert werden?

Das sind entscheidende Kriterien, wenn es darum geht, unnötigen Abfall (und Ärger) zu vermeiden.

Mehrweg statt Einweg
Auch Mehrwegsysteme tragen erheblich zur Abfallvermeidung bei: Getränkeflaschen, Nachfüllpackungen etc.


Abfallvermeidung von A bis Z

  • Abfallarme Feste


    Bei Festen lässt sich viel Abfall vermeiden, zum Beispiel indem Sie auf Einweggeschirr verzichten und Getränke ausschließlich aus Mehrwegflaschen und möglichst aus der Region kaufen.  Denken Sie bei größeren Veranstaltungen über den Einsatz eines Spülmobiles nach.

  • Backwaren

    Beim Kauf von Brot und Brötchen können Sie auf die Papier- und / oder Plastiktüte verzichten. Bringen Sie doch Ihren eigenen Stoffbeutel mit. Viele Bäckereien leisten ihren Beitrag zur Abfallvermeidung, indem sie Kuchen und Brote vom Vortag verkaufen. Die Backwaren sind noch gut und werden oft zum halben Preis verkauft.

  • Batterien

    Batterien können grundsätzlich durch wieder aufladbare Akkus ersetzt werden. Diese haben eine wesentlich längere Lebensdauer als Batterien. Bevorzugen Sie Nickelmetallhydrid Akkus (Ni-MH). Durch den Einsatz moderner Impulsladegeräte kann die Lebensdauer von Akkus sogar noch erhöht werden. Eine gute Alternative sind auch solarbetriebene Geräte (z.B. Milchschäumer, Taschenrechner).

  • Blauer Engel

    Bevorzugen Sie Produkte mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“. Dann sind Sie auf der sicheren Seite und wissen, dass Sie ein umweltverträgliches Produkt gekauft haben.

  • Druckerpatronen

    Mit den im Handel verfügbaren Nachfüll-Systemen für Druckerpatronen lassen sich Kosten sparen. Das Wiederbefüllen sollte aber durch professionelle „Refiller“ erfolgen, die eine Funktionsgarantie geben. Oft werden diese Produkte in Computerzeitschriften getestet.

  • Eierkartons

    Vor allem auf Wochenmärkten, aber zunehmend auch in Supermärkten können Eier lose erworben werden. Bringen Sie Ihren eigenen Eierkarton, den Sie mehrfach verwenden können, mit.

  • Einkaufstasche

    Wiederverwendbare Einkaufstaschen, -netze oder -beutel schonen nicht nur die Umwelt sondern auch Ihren Geldbeutel. Eine Einwegplastiktüte kostet mittlerweile 25 Cent.

  • Elektrogeräte

    Ortsfest betriebene Elektrogeräte sollten möglichst über Netzanschluss, mobile Geräte mit wiederaufladbaren Akkus betrieben werden. Elektrogeräte mit verschweißten Gehäusen ohne Aufschraubmöglichkeiten lassen sich kaum reparieren. Erkundigen Sie sich daher vor dem Kauf bei Ihrem Händler, ob eine Reparatur möglich ist, wie lange Ersatzteile zur Verfügung stehen und wo Reparaturen durchgeführt werden können.

  • Gemüse und Obst

    Beim Kauf von Obst und Gemüse gilt die Regel „regional und saisonal“. Das erspart lange Transportwege und entlastet somit die Umwelt. Bei Produkten, die Sie daheim sowieso schälen oder putzen wollen (Bananen oder Blumenkohl) sollten Sie auf eine zusätzliche Verpackung verzichten und das Preisschild direkt auf den Artikel kleben.

  • Geschirr

    Verzichten sie grundsätzlich auf Einweggeschirr und Einwegbestecke- auch auf solche aus Biokunststoffen.

  • Getränke

    Bevorzugen Sie nach Möglichkeit Getränke in ökologisch vorteilhaften Verpackungen. Dazu gehören in erster Linie Mehrwegflaschen. Achtung: Hier wiederum sind Produkte aus der Region zu bevorzugen, da sich lange Transportwege zwischen Händlern und Abfüllern negativ auf die Umwelt auswirken.

  • Haushaltswaren

    Achten Sie beim Kauf von Haushaltswaren auf Reparaturfreundlichkeit (verschraubte Verbindungen sind besser als geklebte oder genietete).

  • Joghurt

    Zur Herstellung von Joghurtbechern werden sehr große Mengen an Kunststoff verbraucht. Wer Joghurt nicht selber zubereiten möchte (kein Abfall!) kann Produkte in Mehrweggläsern wählen, die in vielen Supermärkten angeboten werden.

  • Milch

    Beim Kauf von Milch bieten sich mehrere Varianten an. Neben der Mehrwegflasche wird Milch in Schlauchbeuteln und in Kartonverpackungen angeboten. Alle Varianten gehören zu den ökologisch vorteilhaften Verpackungen. Deshalb können Sie hier nichts falsch machen, vorausgesetzt Sie werfen die leeren Einwegverpackungen in den gelben Sack. Achten Sie auf regionale Produkte.

  • Nachfüllpackungen und Konzentrate

    Konzentrate und Nachfüllpackungen (Waschpulver, Shampoo, Kosmetika etc.) verursachen weniger Abfall als vergleichbare Originalprodukte. Der Kauf dieser Artikel ist deshalb zu empfehlen.

  • Mehrweg-Pfandflaschen

    Bevorzugen Sie Getränke aus der Region in Mehrwegpfandflaschen. Diese werden bis zu 50 mal wiederbefüllt und schneiden im Vergleich zu ihren gleichartigen „Einweggenossen“ im Energie und Wasserverbrauch deutlich günstiger ab.

  • Portionsverpackungen

    Verzichten Sie grundsätzlich auf Portionsverpackungen (Kaffeesahne, Zucker, Konfitüren, Honig). Zudem fällt das Verhältnis zwischen Verpackung und Inhalt besonders ungünstig aus.

  • Papier

    Bevorzugen Sie Recyclingpapier mit dem Blauen Engel und nutzen Sie dieses beidseitig. Bei der Herstellung dieses Papiers wird erheblich weniger Wasser und Energie benötigt und es werden die Wälder geschont.

  • Reinigung

    Im Sanitärbereich ist eine besondere Desinfektion (außer auf ärztliche Anordnung) überflüssig. Allzweckreiniger reichen hier aus, Sanitärreiniger sind nicht erforderlich. WC-Reiniger sollten als Wirkstoff Zitronen- oder Essigsäure enthalten. Bei Rohrverstopfungen wird nur selten ein Abflussreiniger benötigt, meist reicht eine Spirale oder eine Saugglocke.

  • Spül-Mobil

    Bei größeren Veranstaltungen sollten Sie auf Einweggeschirr verzichten und stattdessen ein Spülmobil einsetzen.

  • Verpackungen

    Vermeiden Sie aufwendige oder überflüssige Verpackungen wie Portionsverpackungen für Konfitüren oder zusätzliche Umverpackungen um das bereits verpackte Produkt.

  • Werbeprospekte

    Weisen Sie unerwünschte Werbeprospekte durch einen entsprechenden Hinweis auf Ihrem Briefkasten ab.

  • Zwischenmahlzeiten

    Für Durst und Hunger zwischendurch nutzen Sie am besten Trinkflaschen, Thermoskannen und Brotdosen.


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