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Kommunalförster auf Exkursionsbesuch im Oberurseler Stadtwald
Mitte Mai trafen sich Stadtförster Luis Kriszeleit, Bereichsleiter Forst- und Jagdwesen des Bau & Service Oberursel (BSO) und seine Kollegen aus den benachbarten kommunalen Forstbetrieben zum Arbeitskreis kommunale Förster. Dieser Arbeitskreis trifft sich immer in anderen hessischen Kommunalwäldern zum Erfahrungsaustausch. In den hessischen Wäldern gibt es viele klimabedingte Probleme, die alle Forstkollegen betreffen – die unterschiedlichen Herangehensweisen und Lösungsansätze werden dann gemeinsam besprochen. Luis Kriszeleit stellte folgende Themen im Rahmen der Exkursion vor: Wasser im Wald halten, das Pflanzungs- und Verjüngungskonzept des Oberurseler Stadtwaldes sowie die positiven Effekte des 2021 neu geordneten jagdlichen Managements.
Das Hauptthema der Exkursion im Stadtwald Oberursel hieß „Wasser im Wald halten“. Kriszeleit erläuterte, dass es bis vor nicht allzu langer Zeit üblich war, das Wasser über das Grabennetz so schnell wie möglich aus den Waldflächen abzuleiten. Dies hat sich durch heftige Dürreperioden und Starkregenereignisse nun grundlegend geändert. „Der Betriebsleiter des BSO, Michael Maag, hat zusammen mit einem Team aus Umweltamt, Forst und Tiefbau 2024 ein Programm entwickelt, das im ersten Schritt 19 kurz- und mittelfristige Maßnahmen vorsieht. Ziel ist es, die Überschwemmungsgefahr zu mindern. Ein wirksamer Stellhebel besteht darin, mehr Wasser im Wald zu halten. Das bedeutet den Regenwasserabfluss aus dem Wald zu verringern bzw. zu verzögern und die Grundwasserneubildung zu fördern“, so der Stadtförster.
Zu den umgesetzten Maßnahmen gehören die Neuanlage von Retentionsbecken, das Anlegen von Versickerungsmulden und das Neuverlegen von Durchlassrohren. Die neuen Maßnahmen zeigen schon erhebliche Verbesserungen für den Siedlungsbereich. Schöner Nebeneffekt: Erfreulicherweise haben sich in den Regenrückhaltebecken und kleinen Teichen eine Vielzahl von Amphibien angesiedelt.
Ein weiterer Exkursionspunkt waren die zahlreichen Neupflanzungen auf den Kalamitätsflächen. Mittlerweile wurden über 70.000 Setzlinge im Stadtwald gepflanzt. Positiv ist, dass nur 10 bis 15% der Setzlinge ausgefallen sind. Kriszeleit dazu: „Dem Ziel, einen artenreichen, klimatoleranten, standortgerechten, stabilen Mischwald aufzubauen, sind wir damit schon deutlich näher gekommen. Im Oberurseler Forst wird Risikostreuung betrieben, indem die Försterei auf verschiedene Baumarten setzt, da noch unsicher ist, wie einzelne Arten mit dem Klimawandel zurechtkommen. Zum größten Teil wurden standortangepasste heimische Bäume verwendet, die zur natürlichen Waldgesellschaft passen.“
Jagd und Waldbau müssen gemeinsam betrachtet werden. Die forstwirtschaftliche Zielsetzung erfordert die aktive Steuerung des Jagdwesens. Deshalb hat sich die Stadt Oberursel im Jahr 2021 entschieden, ihr Jagdkonzept grundlegend neu aufzustellen. Kriszeleit: „Seit der jagdlichen Neustrukturierung konnte der Abschuss beim Schalenwild deutlich gesteigert werden. Dies führt zu einem erheblichen Rückgang des Verbisses und neue Waldbilder aus Naturverjüngung entstehen.“

Luis Kriszeleit zeigt den Forstkollegen die heranwachsende Eichenverjüngung. „Auf einen Quadratmeter wachsen hier an manchen Stellen sogar 762 junge Eichen, die unser letzter Praktikant gezählt hat. Vor einigen Jahren gab es hier nur blanken Waldboden, da die Verjüngung vollständig vom Wild verbissen (gefressen) wurde.“
Ziel ist es, in Zukunft die Wildbestände weiter zu regulieren, damit es zu weniger Schäden durch Verbiss im Oberurseler Stadtwald sowie zu weniger Wildschäden in der Landwirtschaft und auf städtischen Flächen und Gärten kommt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass es zu weniger Verkehrsunfällen und weniger innerartlichem Stress beim Rehwild kommt.
Michael Maag
BSO-Betriebsleiter
Die Fotos zeigen auf dem Gruppenbild (Quelle: A. Witte, BSO)
Links nach rechts hinten beginnend: Robert Mann (Revierleiter Ehringshausen), Johannes Kress (Revierleiter Bad Homburg), Christoph Waehlert (Revierleiter Neu-Anspach), Alexander Eichel (dualer Forststudent Neu-Anspach), Karl-Mathias Gross (Revierleiter Usingen), Jan Oliver Martins (Forstassistent Usingen), Ulrich Gessner (Revierleiter Lich), Florin Federspieler (Revierleiter Bad Orb), Ernst-Ludwig Kriep (Revierleiter Gießen), Luis Kriszeleit (Revierleiter Oberursel)
und Foto der Eichennaturverjüngung im Stadtwald Oberursel (Quelle: L. Kriszeleit, BSO).
