Sommerpause heißt Rasenpflege - Teil 2


Ohne Wasser ist Grünpflege schwierig – das gilt erst recht für Sportplätze. Anders als im Hausgarten benötigt stark beanspruchter Sportrasen allerdings gezielte Bewässerung. Dafür setzen wir auf moderne Beregnungsanlagen mit präziser Steuerung: Durchflussmenge und Dauer lassen sich für jeden einzelnen Regner exakt einstellen – effizient und wassersparend.

Zwei- bis dreimal pro Woche wird in der Regel bewässert: Das Wasser soll tief in den Boden eindringen, damit die Wurzeln in die Tiefe wachsen und der Rasen Trockenphasen besser übersteht. Kurze, häufige Bewässerungsschübe hingegen sind kontraproduktiv: Sie befeuchten nur die Oberfläche, fördern flaches Wurzelwachstum und reduzieren die Scherfestigkeit der Grasnarbe. Ein Bewässerungsvorgang dauert rund 30 bis 40 Minuten.

Da die Pumpenleistung begrenzt ist, laufen die Regner abschnittsweise – wer also denkt, die Anlage sei stundenlang im Dauerbetrieb, liegt falsch. Bewässert wird am besten frühmorgens oder in der Dämmerung, wenn die Verdunstung gering ist. Ausnahmen wie Nachsaat oder Düngung können aber auch eine Bewässerung tagsüber erfordern.

Selbstverständlich wird auch bei der Bewässerung der Rasenplätze gemäß eines von BSO und Stadtwerken Oberursel erarbeiteten Konzeptes die Trinkwasser-Ampel der Stadtwerke miteinbezogen: Zeigt die Ampel in einer sommerlichen Hitzewelle Gelb, werden die Plätze maximal drei Mal pro Woche bewässert. Zeigt die Ampel Rot, so werden nur die Neuanlagen bewässert. Die restlichen Rasenplätze erhalten nur eine Bewässerung zum Erhalt der Substanz. 

Zum Abschluss sei noch eine Irrlehre ausgeräumt: Rasen „verbrennt“ nicht, wenn er bei Sonnenschein bewässert wird – das ist wissenschaftlich inzwischen widerlegt.

Michael Maag

Betriebsleiter